IN DER KLINIK MEDIZINA WURDE EINE HYBRID-OPERATION ZUR WIEDERHERSTELLUNG DER VOLLSTÄNDIGEN HERZDURCHBLUTUNG VORGENOMMEN

IN DER KLINIK MEDIZINA WURDE EINE HYBRID-OPERATION ZUR WIEDERHERSTELLUNG DER VOLLSTÄNDIGEN HERZDURCHBLUTUNG VORGENOMMEN

January 22, 2012

Dezember 2011 wurde in der Klinik Medizina eine Hybrid-Operation zur Wiederherstellung der vollständigen Herzdurchblutung vorgenommen.

Viele Patienten, die an einer Atherosklerose der Herzkranzgefäße leiden, stehen vor dem Dilemma, was besser ist – Bypass oder Stent? Herzchirurgen, die Bypass-OP’s durchführen, und Interventions-Chirurgen stehen seit Jahren in einem Wettstreit. Jeder von ihnen hält seine Methodik zur Behandlung von Patienten für vorteilhafter. In der modernen Medizin gilt der multidisziplinäre Ansatz als überlegen, bei dem verschiedene Fachärzte über die Therapie für einen Patienten entscheiden und die Behandlungsphasen festlegen.

In die Klinik Medizina wurde ein Patient mit der Erkrankung mehrerer Herzkranzgefäße zur stationären Behandlung eingeliefert. Um eine umfangreiche Bypass-OP bei diesem Patienten zu vermeiden, wurde entschieden, eine sogenannte Hybrid-Operation vorzunehmen: in der ersten Phase wurde eine schonende Bypass-OP durchgeführt, anschließend wurde in eine der befallenen Arterien ein Stent vorgeschoben und dort entfaltet. Diese Taktik ermöglichte es, eine umfangreiche Bypass-OP zu vermeiden, bei der der Brustkorb geöffnet und eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden muss. Für den Patienten bedeutet dies einen schonenderen Eingriff, kürzere stationäre Nachbehandlungen und Reha-Zeiten.

In Europa gewinnt die sogenannte „Hybrid-Philosophie“, mit der eine Bündelung von Bemühungen mehrerer Fachärzte gemeint ist, um die besten Methoden zur kontinuierlichen Behandlung von Patienten auszuwählen, immer mehr Anhänger. In der Klinik Medizina wurde sie erstmals sehr erfolgreich angewandt.